crying out loud@ myblog.de ...fallen...

Was versteht man unter einer Phobie?

Bei den Phobien handelt es sich um die übertriebene Angst vor einem ganz bestimmten Objekt bzw. vor einer ganz bestimmten Situation. Dabei werden drei Unterformen unterschieden:



Agoraphobie


Soziale Phobie


spezifische Phobien


Personen, die unter einer Phobie leiden, sind sich meistens bewusst, wie unsinnig ihr Verhalten ist. Trotzdem sind sie aber nicht in der Lage, sich dagegen zu wehren. Die Angst drängt sich zwanghaft auf und kann nicht unter Kontrolle gehalten werden.

Nach Lehrbuchangaben sind Phobien in der Bevölkerung recht weit verbreitet. Eine umfangreiche Studie kam auf einen Anteil von zehn bis 20 Prozent, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.



Agoraphobie (Platzangst)

Bei dieser Störung tritt die Angst vor allem in solchen Situationen auf, in denen sich der Betroffene außerhalb seiner gewohnten Umgebung aufhält.

Typische Situationen sind der Aufenthalt an öffentlichen Plätzen oder in Menschenmengen, wie dies in Kaufhäusern oder in öffentlichen Verkehrsmitteln der Fall ist. Weite Entfernungen von zu Hause werden in der Regel vermieden.

Der Betroffene befürchtet, in solchen Situationen nicht flüchten zu können, wenn die hilflos-machenden oder peinlichen Symptome wie Schwindel oder ein Verlust der Blasenkontrolle auftreten.

Infolge dieser Befürchtungen meidet die Person die angstauslösenden Situationen, was eine zunehmende Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zur Folge hat. Dies führt nicht selten zum Verlust des Arbeitsplatzes. Agoraphobie tritt häufig in Verbindung mit einer Panikstörung auf.

Eine Agoraphobie kommt Lehrbüchern zufolge bei acht bis zehn Prozent der Bevölkerung vor, Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer.



Soziale Phobie

Bei der Sozialphobie tritt die Angst vor allem in sozialen Situationen auf. Die Betroffenen fürchten, in Anwesenheit anderer zu versagen oder etwas zu tun, das peinlich, ungeschickt, dumm oder demütigend sein könnte. Eine soziale Phobie kommt Lehrbüchern zufolge bei zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung vor und beginnt meist in der Jugend.



Spezifische Phobien

Bei den spezifischen Phobien treten in bestimmten Situationen oder bei bestimmten Objekten intensive Ängste auf.

Enge Räume wie Aufzüge, Flugreisen, das Fahren auf der Autobahn oder durch einen Tunnel und bestimmte Tiere wie Schlangen, Spinnen oder Mäuse kommen als Auslöser vor. Die Betroffenen vermeiden meist die Konfrontation mit diesen Situationen oder Dingen.

Sie erkennen in der Regel, dass die Angst übertrieben und unvernünftig ist. In vielen Fällen arrangieren sie sich mit ihrer Störung, indem sie die Auslöser meiden. Krankheitswert erreichen die Phobien besonders dann, wenn sie zu einer starken Beeinträchtigung führen.

So könnte zum Beispiel jemand, der unter einer Flugphobie leidet, eine berufliche Beförderung ablehnen, nur weil die neue Stelle viel mit dem Fliegen verbunden wäre.

Eine spezifische Phobie kommt Lehrbüchern zufolge bei fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung vor, Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Phobie beginnt oft schon im Kindesalter



Wie können Panikstörungen behandelt werden?

Sowohl Medikamente als auch eine geeignete Psychotherapie, insbesondere eine Verhaltenstherapie, kommen als Behandlungsmethode in Frage. Wird medikamentös behandelt, so haben sich besonders Medikamente aus der Klasse der Antidepressiva bewährt. Vor allem neuere Antidepressiva, die weniger Nebenwirkungen haben, finden Anwendung (so genannte Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, SSRI).









Gratis bloggen bei
myblog.de