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DEPRESSION UND MANIE

Zusammenfassung

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Mania gefolgt von Dementia
Ambroise Tardieu, 1838
Depression und Manie werden als affektive Störungen zusammengefasst. Man unterscheidet unipolare Verlaufsformen, das heißt nur die Depression oder - sehr selten - nur die Manie prägen das Krankheitsbild, und bipolare Verlaufsformen, die durch Wechsel von Depression und Manie charakterisiert sind. Typische Symptome der Depression sind traurige Verstimmung, Hemmung von Denken und innerem Antrieb, Schlafstörungen, Angst, Selbstmordgedanken und körperliche Symptome. Die Manie stellt genau das entgegengesetzte Krankheitsbild dar und ist durch unangemessen gehobene Stimmung, Antriebssteigerung, Selbstüberschätzung und Enthemmung gekennzeichnet. Das Risiko an einer Depression zu erkranken, liegt bei 5-12%, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Das Risiko einer bipolaren affektiven Störung, auch Zyklothymie genannt, liegt bei 1% für beide Geschlechter. Die Ursachen sind komplex und bestehen aus genetischer Veranlagung, psychologischen Faktoren und biologischen Veränderungen der Signalübertragung im Gehirn.

Die Behandlung erfolgt in erster Linie mit antidepressiven Medikamenten, wobei entsprechend den vorherrschenden Symptomen und der Verträglichkeit das geeignete Mittel aus der großen Gruppe der Antidepressiva gewählt werden muss. Ergänzend helfen Psychotherapie, in manchen Fällen auch Lichttherapie oder Schlafentzug und Beschäftigungs- oder Arbeitstherapie. Insgesamt dauern die depressiven Phasen mehrere Monate und werden von beschwerdefreien oder manischen Phasen abgelöst. Bei der unipolaren Depression ist mit etwa vier Erkrankungsphasen im Leben zu rechnen. 10-15% der Betroffenen versterben an Selbstmord.

Symptomatik und klinische Untertypen
Bei den affektiven Erkrankungen werden aufgrund von Verlauf und Schweregrad der Störung verschiedene Formen unterschieden:

Depressive Episode
Hierbei handelt es sich um eine depressive Verstimmung, die meist mit Hemmung von Denken und Antrieb und Schlafstörungen einher geht. Das Ausmaß reicht von leicht gedrückter Stimmung bis zu einem schwermütigen "Gefühl der Gefühllosigkeit". Oft herrschen quälende Angst und innere Unruhe. Der Depressive erlebt die Umwelt als grau, häufig kommt es zu sozialem Rückzug. Das Selbstmordrisiko ist bei dieser Erkrankung sehr hoch, 40 - 80% der Patienten haben Selbstmordgedanken. Äußerlich ist bei Depressiven häufig mangelnde Mimik und Gestik und eine leise, zögernde Stimme zu bemerken. Aufgrund des Erscheinungsbildes unterscheidet man folgende Untertypen:

Gehemmte Depression: Diese Form ist gekennzeichnet durch reduzierte Aktivität, bis hin zur Bewegungslosigkeit.
Agitierte Depression: Sie zeichnet sich durch ängstliche Getriebenheit, Bewegungsunruhe und unproduktive Hektik aus.
Larvierte Depression: Bei dieser Erscheinungsformen stehen körperliche Beschwerden (z.B. Schwindel, Kopfdruck) im Vordergrund.
Psychotische Depression: Hierbei treten Wahnideen und Halluzinationen auf.

Dysthymia

Bei dieser Störung handelt es sich um eine chronische depressive Verstimmung leichten Grades. Zwar klagt der Betroffene über Müdigkeit, Unzulänglichkeit, Anstrengung, Schlafstörungen und den Verlust der Genussfähigkeit, ist aber in der Regel fähig, mit dem Alltag zurechtzukommen. Diese Form beginnt meist im frühen Erwachsenenalter. Folgende Sonderformen lassen sich unterscheiden:

Spätdepression: Sie tritt nach dem 45. Lebensjahr auf, das Selbstmordrisiko ist besonders hoch.
Altersdepression: Die Ersterkrankung liegt nach dem 60. Lebensjahr.
Wochenbettdepression: Nach der Geburt eines Kindes verfällt die Mutter in eine depressive Stimmung.
Erschöpfungsdepression: Sie tritt auf nach einer Dauerbelastung oder wiederholten schweren Schicksalsschlägen.

Manie

Diese affektive Störung ist durch folgende Symptome gekennzeichnet: unangemessen gehobene Stimmung, Antriebssteigerung, beschleunigtes Denken und Selbstüberschätzung (bis hin zum Größenwahn). Häufig treten im Zusammenhang mit der Manie leichtsinnige Geldausgabe und sexuelle Enthemmung auf, was zu schweren familiären, finanziellen und gesundheitlichen Folgen führen kann. Dem Betroffenen fehlt die Krankheitseinsicht, was eine Zwangseinweisung notwendig machen kann.

Zyklothymia (bipolare affektive Störung)

Dabei handelt es sich um eine anhaltende Störung, die im frühen Erwachsenenalter beginnt und chronisch verläuft. Es handelt sich um eine Instabilität der Stimmung mit zahlreichen Perioden leichter Depression und leicht gehobener Stimmung. Die Stimmungschwankungen stehen meist nicht im Zusammenhang mit Lebensereignissen. Sehr selten treten depressive und manische Symptome gleichzeitig auf, wie etwa depressive Stimmung mit Rededrang. Man spricht dann von einer gemischten Episode einer bipolaren affektiven Störung.








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