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"Es ist ungerecht, daß ich für mein eigenes Leben Verantwortung tragen muß. Das macht mir keinen Spaß, also sollst auch Du keinen Spaß daran haben."

Für den Borderliner ist ein Mensch nur dann interessant, wenn dieser ihm die Möglichkeit bietet, vom Borderliner als Sündenbock oder Unterdrücker (oder beides abwechselnd) in Anspruch genommen zu werden. Erst dann gibt der andere ihm etwas, nämlich einen Anhaltspunkt für seinen Masochismus oder Sadismus. Wo dies fehlt, ist für ihn auch keine Beziehung. Wird ihm dieser Beziehungspunkt entzogen, weigert sich also der andere, sich als Sündenbock oder Unterdrücker anzubieten, fühlt sich der Borderliner erst recht in seinem Haß bestätigt (denn der andere ist so gemein, die Beziehung abzubrechen) oder er wird einer grausamen inneren Leere ausgeliefert, aus der er sich wiederum nur durch abgrundtiefen Haß befreien kann.

Jemand, der etwas von dem Borderliner will, ist zugleich jemand, der dem Borderliner etwas gibt. Will derjenige nichts mehr von ihm, dann wird er solange attakiert, bis er mindestens in Ruhe gelassen werdenwill. Dies wiederum bedeutet grausame Versagung für den Borderliner. Er braucht das Gefühl der Macht, sei dies Allmacht oder Ohnmacht. Ersteres erlaubt ihm, letzteres rechtfertigt ihm das ungezügelte Ausagieren seines Hasses. Es ist dem Borderliner wichtiger, dem anderen zu schaden, als sich selbst zu nutzen. Er hat eine Form der Selbstbestätigung verinnerlicht, die ihn einer inneren Leere überantwortet, wenn er anderen "lediglich" helfen würde, anderen nur angenehme Gefühle entgegenbringen oder von anderen nur angenehme Gefühle empfangen würde. Im Gegenteil ist es eher so, daß der Borderliner sich eine Identität schafft, indem er andere schädigt.


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SYMPTOME

- chronische, frei flottierende (ohne Gegenstand) Angst,

- Ängste, die sich vor allem auf den Körper beziehen (Angst vor Errötung, Angst vor öffentlichen Auftritten, Angeschautwerden), verbunden mit Beschämungsängsten,

- Zwangssymptome (d.h. der Mensch fühlt sich innerlich zu etwas gezwungen);

- Zwangsgedanken hypochondrischer (auf den eigenen Körper bezogen) und paranoiden Inhalts (Verfolgungsgedanken)

- psychische Zerfallprozesse (Traum- und Dämmerzustände, schwere Depersonalisationserlebnisse),

- Depressionen (nach Zusammenbruch eines grandiosen Selbstbildes Gefühle von Hilflosigkeit oder ohnmächtiger Wut),

- polymorph-perverse Sexualität (mehrere perverse Züge mit Instabilität von Beziehungen),

- Vorübergehender Verlust der Impulskontrolle (Alkoholismus, Kleptomanie, episodische Freßsucht, Drogendurchbrüche, die nach dem Exzeß als befremdlich erlebt werden),

- meist mehrere sexuelle Beziehungen,

- aggressive Entwertung, Manipulation, Kontrolle,

- dann unterwürfige, gefügige Anpassung,

- häufig diffuse Beschwerden mit

- Leere,

- Sinnlosigkeit,

- Orientierungslosigkeit,

- Arbeitsstörungen,

- Kontaktstörungen,

- sexuellen Störungen,

- Bindungs- und Trennungsängsten,

- Angst vor Autoritätspersonen,

- (diffusen) psychosomatischen Beschwerden;

- Unbestimmte Angst.

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Entstehung:

- "Wir"-"Ihr" Differenzierung ist nicht zustande gekommen,

- Trennung, Verlust, Kränkung können nur schwer bewältigt werden,

- keine Internalisierung wichtiger Funktionen;

- mangelhafte Realitätsprüfung und - wahrnehmung,

- zwischen Phantasie und Wirklichkeit kann nicht unterschieden werden, gute und böse Objekt- und entsprechende Selbstrepräsentanzen können sich nicht zu ganzheitlichen Repräsentanzen verbinden,

- Spaltung: Gute und böse Vorstellungen von sich selbst und von anderen Menschen existieren nebeneinander,

- weinerliches Anklammern - zorniges Wegstoßen ("sadomasochistischer Clinch"),

- Mütter weisen häufig auch Borderlinezüge auf:

- können ihr Kind nicht in Autonomie entlassen,

- sind nur liebevoll, wenn ihr Kind regressiv ihre Nähe sucht;

- entscheidend: Beschneidung der Autonomie mit der Frage der eigenen Existenzberechtigung überhaupt.









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